Hintergrund

Die vergangenen drei Jahre waren jeweils die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Derzeit bewegt sich die Welt auf eine globale Erwärmung von 3-4 Grad bis zum Jahr 2100 zu. Eine solche Welt bedeutet nie dagewesene Hitzewellen, Dürreperioden, Überschwemmungen und Millionen von Klimaflüchtlingen.

Im Pariser Klimaabkommen von Dezember 2015 haben fast 200 Länder beschlossen, den weltweiten Temperaturanstieg auf „weit unter 2°C“ zu begrenzen. In Deutschland haben Bundestag und Bundesrat das Abkommen im September 2016 einstimmig ratifiziert. Damit stimmten die Politiker für langfristige Klimaschutzziele, die weit über den bisherigen politischen Konsens hinaus gehen. Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, das Pariser Abkommen zu kündigen, bekräftigten die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer bei dem G-20 Gipfel in Hamburg ihre Bekenntnis zu dem Vertrag.

Deutschland wird seine Klimaziele jedoch ohne zusätzliche Anstrengungen nicht erreichen. Nach der Bundestagswahl soll der von der Bundesregierung verabschiedete Klimaschutzplan 2050 überprüft werden. Die Wahl ist damit eine Richtungsentscheidung für den Klimaschutz.

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Bedeutung des Pariser Klimaschutzabkommens für Deutschland und den Direktkandidat*innen aller etablierten demokratischen Parteien im Wahlkreis Frankfurt am Main I (182) für die Bundestagswahl 2017 die Gelegenheit, ihre klimapolitischen Vorstellungen darzustellen.

Ausgangspunkt der Diskussion ist eine Kurzanalyse des NewClimate Institute im Auftrag von Greenpeace. Diese Studie übersetzt die neuen globalen Klimaschutzziele für die Klimapolitik in Deutschland.

Einfach auf das Bild klicken: Für das Zwei-Grad- und das 1,5-Grad-Ziel lässt sich jeweils in drei Szenarien die noch verbleibende Zeit anzeigen. (Grafik: MCC)